Sonia Gandhi

Sonia Gandhi ist eine Persönlichkeit der indischen Politik und wurde als Antonia Edvige Albina Maino am 9. Dezember 1946 in Lusiana bei Vicenza in Italien geboren. Sonia Gandhi hat zwei Kinder. Ihr Sohn Rahul Gandhi ist seit 2004 im Parlament vertreten wohingegegen ihre Tochter Priyanka Gandhi im gleichen Jahr als Wahlkampfmanagerin ihrer Mutter fungierte.


Im Jahre 1965 machte Sonia die Bekanntschaft von Rajiv Gandhi, der zur selben Zeit wie sie eine Sprachschule im englischen Cambridge besuchte. Beide verstanden sich auf Anhieb, sodass sie sich im Jahre 1968 beide das Ja-Wort gaben. 1980 entschied sich Rajiv Gandhi in die Fußstapfen seines Bruders zu treten und sich ebenfalls politisch zu engagieren. Zwar war Sonia Gandhi von dieser Entscheidung, aus Angst um ihren Ehemann, nicht begeistert, doch wollte sie ihrem Ehemann und seinem Entschluss nicht im Weg stehen und willigte schließlich ein.

1984 avancierte Rajiv Gandhi dann nach dem tödlichen Mordanschlag an Indira Gandhi zum neuen indischen Regierungschef. Noch im gleichen Jahr entschied sich Sonia Gandhi auch auf dem Papier Indien beizugehören und nahm infolgedessen die indische Staatsangehörigkeit an. Am 21. Mai 1991 wurden schliesslich ihre Befürchtungen wahr und ihr Ehemann fiel während einer Wahlkampfrede einem Sprengstoffattentat zum Opfer. Drahtzieher des Anschlags war die Liberation Tigers of Tamil Eelam, eine Rebellenorganisation, die einen autonomen Tamilenstaat in Sri Lanka anstrebt.

Infolgedessen verließ Sonia in den darauffolgenden Jahren die öffentliche Bühne und beschränkte sich auf ihre Tätigkeit als Präsidentin der Radjiv-Gandhi-Stiftung.
Es dauerte noch geraume Zeit bis sie sich dazu entschied politisch aktiv zu werden, um am 14. März 1998 zur Vorsitzenden der Kongresspartei ernannt zu werden und schließlich für das Ministerpräsidentenamt zu kandidieren. 1999 erhielt sie bei den Wahlen ein Parlamentsmandat aggierte von nun an als Oppositionsführerin.

Am 18. Mai 2004 sah sie von der Bekleidung des Amtes des Ministerpräsidenten ab beschränkte sich lediglich auf ihre Rolle als Vorsitzende des Parteizusammenschlusses United Progressive Alliance (UPA). Im März 2006 zog sie sich überraschend aus dem indischen Parlament zurück, um sich sich dann im Mai desselben Jahres in ihrem Wahlbezirk erneut zur Wahl aufstellen zu lassen. Sonia Gandhi trug mit 417.888 Wählerstimmen einen deutlichen Sieg davon.

Am 28. Mai 2005 wurde sie als Präsidentin der Indischen Kongresspartei wiedergewählt. Am 23. März 2006 legte sie ihr Mandat in der Lok Sabha nieder, nachdem sie bereits längere Zeit wegen einer für Parlamentsmitglieder derzeit unzulässigen, bezahlten öffentlichen Nebentätigkeit als Vorsitzende des Nationalen Beraterrates in der Kritik – nicht nur der Opposition – stand. Sie stellte sich am 12. Mai 2006 der Wiederwahl in ihrem Wahlbezirk Rae Bareli und gewann mit 417.888 Stimmen. Unter ihrer Führung gelang es der United Progressive Alliance 2009 mit insgesamt 206 von 543 Sitzen den höchsten Sieg einer Partei überhaupt in der Lok Sabha seit 1991 zu erringen.

 

Alternative Namen

Antonia Edvige Albina Maino

Publikationen von Sonia Gandhi

  • Sonia Gandhi: Freedom’s Daughter: Letters Between Indira Gandhi and Jawaharlal Nehru 1922-1939: Letters Between Jawaharlal Nehru and Indira Gandhi, 1922-40. Hodder & Stoughton Ltd (3. August 1989), ISBN 0-340-43042-7
  • Sonia Gandhi: Two Alone, Two Together: Letters Between Indira Gandhi and Jawaharlal Nehru 1940-1964. Hodder & Stoughton Ltd (18. Juni 1992), ISBN 0-340-50287-8
  • Sonia Gandhi: Rajiv. Viking (November 1994), ISBN 0-670-84607-4
  • Sonia und Rajiv Gandhi: Rajiv’s World: Photographs by Rajiv Gandhi. Viking (Dezember 1995). ISBN 0-670-85917-6
  • Sonia Gandhi: Jammu and Kashmir 1949-1964: Selected Correspondence Between Jawaharlal Nehru and Karan Singh. Viking (India) (November 2006), ISBN 0-670-99937-7

Literatur über Sonia Gandhi

  • Rupa Chatterjee: Sonja Gandhi. The Lady in Shadow. Delhi 1998. ISBN 81-87277-02-5
  • Ravi Singavarapu : Sonia Gandhi Through a Different Lens. Fultus Corporation (7. Juli 2005). ISBN 1-59682-059-4

Offizielle Webseiten von Sonia Gandhi

http://india.gov.in/my-government/indian-parliament/sonia-gandhi

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