Dilma Rousseff

Dilma Vana Rousseff wurde am 14. Dezember 1947 in Belo Horizonte geboren und ist eine brasilianische Politikerin der Partido dos Trabalhadores. Sie ist  Wirtschaftswissenschaftlerin und seit dem 1. Januar 2011 brasilianische Präsidentin.

Der ursprünglich aus Bulgarien stammende Vater von Dilma Rousseff Pedro Rousseff flüchtete im Jahre 1929, mit Zwischenstation Frankreich, nach Brasilien, nachdem er in den 1920er Jahren als Parteimitglied der brasilianischen Kommunistenpartei in seinem Heimatland tatkräfitig mitwirkte.

In Brasilien angekommen arbeitete Pedro Rousseff unter anderem als Jurist und konnte seiner Tochter somit finanziell ein sorgenfreies Leben bieten. Dies ermöglichte Dilma Rousseff ihre Schullaufbahn erfolgreich zu beenden und anschliessend ein Volkswirtschaftsstudium an der heimatlichen Hochschule zu beginnen. Nachdem sie sich der Gegenbewegung, die sich ab 1964 gegen die in Brasilien herrschende Militärdiktatur auflehnte anschloss, wurde sie formell 1973 von der Universität abgemeldet.

Ihr Engagement im Kampf gegen die Militärdiktatur brachte sie schliesslich für einige Zeit ins Gefängnis, bevor sie nach abgesessener Strafe ihrer Heimatstadt Belo Horizonte den Rücken kehrte und nach Porto Alegre ging, wo sie wieder ihr abgebrochenes Studium aufnahm und auch abschloss.

Erst in Porto Alegre fing Rousseff an sich aktiv an der Politik zu beteiligen. Zunächst rief sie gemeinsam mit einigen Denkgenossen die Partido Democrático Trabalhista (PDT), eine demokratische Arbeiterpartei ins Leben, bei der sie als politische Beraterin fungierte. Anschliessend kümmerte sie sich auf kommunaler Ebene in Porto Alegre um die Finanzen ihrer Stadt.

In den Folgejahre war sie unter anderem Präsidentin des Amtes für Wirtschaft und Statistik in Rio Grande do Sul und Ministerin des Bundesstaates für Energie und Kommunikation, bevor sie im Jahre 2000 aus der PDT austrat und sich der Partido dos Trabalhadores anschloss. Anschliessend wurde Dilma 2002 Energieministerin der Bundesregierung bevor sie im Juni 2005 sie in das Amt der Kabinettschefin rüberwechselte. Aufgrund ihrer Präsidentschaftskandidatur 2010 trat sie als Kabinettschefin zurück.

Ihren grössten politischen Erfolg feierte Rousseff bei der Präsidentschaftswahl 2010 wo sie in der Stichwahl gegen José Serra die Oberhand behielt und am 1. Januar 2011 feierlich zur brasilianischen Präsidentin ernannt wurde. Am 26. Oktober 2014 wurde sie für eine weitere Amtszeit wiedergewählt.

Rousseff setzt sich verstärkt gegen staatliche Korruption ein. Dementsprechend traten bereits sechs Kabinettsmitglieder nach Korruptionsverdacht aus ihren Ämtern zurück.

Alternative Namen
“Dilma”

 

 

 

 

 

 

 

 

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